Da montags ein Feiertag war, hatten wir wieder ein langes Wochenende zur Verfügung um wiedermal zu verreisen. Diesmal stand Xi‘an auf der Liste. Der Ort ist weltberühmt, da im Weltmeisterjahr 1974 ein Chinesischer Bauer beim Brunnengraben auf 2000 Jahre alte Figuren stieß. Die berühmte Terrakotta Armee, die ein Kaiser errichten ließ um seine Grabstätte zu bewachen. Ca. 8000 lebensgroße Kriegerfiguren. Bislang sind jedoch noch nicht alle Figuren ausgegraben und präpariert, das dauert noch bis zu 50 Jahre.
Mit dem Nachtzug ging’s dann Freitagabend nach der Arbeit los. 13 Stunden dauerte die Fahrt. Von der Transsib her bin ich ja einiges gewohnt, somit machten mir Fahrt recht wenig aus. Aber vom Feeling her war es ähnlich, wie mit der Transib.
Angekommen im Hostel, waren wir allesamt recht positiv überrascht. Das Hostel war der Hammer. Laut Erzählungen war es im Jahr 2010 unter den Top Ten Hostels weltweit. Naja, war auch recht teuer für China, die Nacht lag bei 10 Euro.
Gleich morgens nach der Ankunft ging’s los zu den Sehenswürdigkeiten (Drum Tower, Bell Tower und das Muslimische Viertel). Das muslimische Viertel ist echt toll. Ein riesen großer Fakemarket und jede Menge Snacks zum essen. Für umgerechnet 20 Euro gab’s ne Sonnenbrille, ein Uhrband, T Shirt, Jacke, Terrakotta Figuren und noch jede Menge Essen (Es wurde auch gehandelt, ohne Ende).
Anschließend ging’s zu der weltberühmten Stadtmauer, die noch komplett um die Altstadt geht. Dort machten wir eine Tandem Tour auf der Mauer. Insgesamt 14 km ca. 70 Minuten dauerte die Fahrt.
Am nächsten Morgen ging’s dann los zu den Terrakotta Soldaten. Zum ersten Mal eine geführte Tour, mit einer witzigen chinesischen Reiseleiterin. Das war echt interessant und total beeindruckend. Fotos wurden natürlich jede Menge gemacht.
Abends saßen wir noch mit 2 Österreichern auf der Dachterrasse und tranken noch zwei Hans-Bier (örtliches chinesische Bier), bevor es wieder mit dem Nachtzug zurück nach Nanjing ging.
